Ein eigener 3x3-Court als erstes großes Projekt
Wie viel Entwicklungspotenzial in dem jungen Basketballverein, der am 2. Oktober 2025 gegründet wurde, steckt, zeigt die Geschichte des eigenen 3x3-Courts. Noch in der Zeit, als die Lions an einen anderen Sportverein angebunden waren, organisierten sie ihr erstes eigenes 3x3-Turnier auf einem geliehenen Court. Das Turnier funktionierte gut, doch Transport und Aufbau des Courts erwiesen sich als zu teuer. Aus der ersten Erfahrung entstand schnell ein eigener Plan: Die Lions wollten einen mobilen Court anschaffen.
Ganz ohne Gegenwind ging die Idee nicht durch. „Dann kam unser Kassierer und sagte: Von welchem Geld? Daraufhin habe ich gesagt, dass wir das schon hinkriegen“, erzählt Björn Weck, eines von acht Gründungsmitgliedern der Lions Adenau, im Gespräch mit der spized Club Academy. Die Verantwortlichen prüften verschiedene Finanzierungswege: Fördermittel, Unterstützung durch Banken und schließlich eine Crowdfunding-Aktion. Der Plan ging auf. Nach nur sechs Wochen hatte der Verein die Summe zusammen und die Bestellung konnte aufgegeben werden.
Im April 2026 fand am Nürburgring das erste eigene 3x3-Turnier statt, im August folgte in Adenau die zweite Auflage mit Mannschaften aus Fulda, Kiel, Köln und Belgien. Der Court wurde damit schnell zu mehr als einer Anschaffung: Er wurde zum eigenen Projekt, mit dem die Lions über den normalen Trainingsbetrieb hinaus sichtbar werden. Weck sieht sich bestätigt: „Genau das haben wir mit dem 3x3-Event komplett geschaffen.“
Rückblickend räumt der Vorsitzende und Trainer ein, dass die Bedenken des Teams vor der Anschaffung berechtigt waren. „Es ist auch mal wichtig, dass einer sagt: Sind wir sicher, dass wir das so machen wollen?“ Seine Empfehlung ist deshalb nicht, jede Idee sofort umzusetzen, sondern Risiken gemeinsam abzuwägen. Scheitern gehöre dazu, nur müsse man „kalkuliert scheitern“. Doch wie kommt ein Verein, der gerade erst gegründet wurde, dazu, einen eigenen 3x3-Court anzuschaffen und Turniere zu veranstalten? Die Antwort findet man nicht in einer Basketballhalle, sondern auf einem Schulhof.