Sponsoring beginnt im eigenen Verein
Einer, der den Weg der DJK Bad Säckingen seit Jahren prägt, ist Jürgen Helfer. Seit 1982 gehört der 65-Jährige dem Verein an – zunächst als Spieler, seit 1990 ist er zudem durchgängig als Trainer tätig. Nebenbei ist er seit Jahren die Person, die dafür sorgt, dass die Banden in der Halle voll hängen, Trikots finanziert werden und die Vereinskasse gefüllt ist. Das tut er nicht für Geld, nicht für Ruhm, sondern aus dem, was er selbst „Herzblut“ nennt.
Im Gespräch mit der spized Club Academy verrät Helfer, dass er bei der Suche nach neuen Sponsoren nicht direkt zum Telefon greift und bei Unternehmen kalt durchklingelt, obwohl er als ehemaliger Außendienstler genau wüsste, wie das geht. Stattdessen macht er es anders: Er schaut sich an, wer im Verein ist. Wer arbeitet wo? Wer hat welche Position? Wer kennt wen? „Dann spreche ich die Leute an und sage: Kannst du mir eine Tür öffnen? Kannst du mir jemanden nennen, bei dem ich anklopfen dürfte?“, sagt Helfer.
Dieser Ansatz klingt simpel, wird aber von vielen Vereinen unterschätzt. Oft liegt das größte Netzwerk bereits in den eigenen Reihen. Und: Sponsoring entsteht nicht über Massenanfragen, sondern über Beziehungen und Vertrauen. Ein Mitglied, das für seinen Verein wirbt, ist glaubwürdiger als jeder Kaltanruf. Die Hürde auf der anderen Seite sinkt, wenn der erste Kontakt bereits ein vertrautes Gesicht öffnet. Was danach kommt, liegt dann an Helfer. „Dann liegt es ein Stück weit an mir, aufzuzeigen, was unser Verein ist und wofür wir stehen.“