spized-Gründer Robin Teppich über hummel-Partnerschaft: „Zwei Gegensätze, die perfekt harmonieren“

hummel steht wie kaum eine andere Marke für Handballtradition, spized für Individualisierung und digitale Prozesse. Mit der neuen Partnerschaft treffen zwei unterschiedliche Ansätze aufeinander, die gemeinsam neue Möglichkeiten für Vereine schaffen. Im Interview spricht spized-Gründer Robin Teppich über die Bedeutung der Kooperation, die gemeinsame Vision und darüber, wohin sich Trikotdesign und -produktion in den kommenden Jahren entwickeln.

Robin Teppich ist Gründer von spized.
Robin Teppich ist Gründer von spized. Foto: Max Gillmeier

hummel x spized: Tradition trifft Individualisierung

Im Juli machten hummel und spized ihre Partnerschaft öffentlich und verbinden damit die Tradition einer etablierten Sportmarke mit den Möglichkeiten individueller Trikotgestaltung. Zum Start stehen zwölf ausgewählte hummel-Produkte zur Verfügung: Trikots und Hosen für Damen, Herren und Kinder in Handball und Fußball. Der charakteristische hummel-Schnitt mit den ikonischen Chevrons bleibt dabei erhalten, während die optische Gestaltung vollständig in den Händen des Vereins liegt. 

Für spized-Gründer Robin Teppich ist die Zusammenarbeit mehr als eine klassische Kooperation zweier Sportmarken, wie er im Interview erklärt. Als ehemaliger Handball-Profi kennt er die Bedeutung von hummel im Handballsport aus eigener Erfahrung. Gleichzeitig sieht er in der Verbindung mit spized die Chance, individuelle hummel-Produkte für eine Zielgruppe zugänglich zu machen, die lange Zeit vor allem mit Standardtrikots arbeiten musste.

Meilenstein für spized

Robin, für jemanden, der aus dem Handball kommt: Was bedeutet hummel für dich und welchen Stellenwert hat die Marke im Handballsport? 

Robin Teppich: Das war ein Meilenstein für uns und etwas ganz Besonderes, dass eine solche Marke mit uns zusammenarbeiten möchte. hummel ist für Handballer, glaube ich, die Marke schlechthin. Es ist eine Traditionsmarke, mit der jeder Handballer etwas Besonderes und Hochwertiges verbindet. Deshalb hat es mich schon stolz gemacht, dass ein solcher Anbieter auf uns zukommt und sagt: „Hey, wollen wir nicht etwas zusammen machen?“ hummel hat Kompetenzen, die wir in dieser Form vielleicht nicht haben – und umgekehrt. Das eröffnet uns als spized die Möglichkeit, uns vom Wettbewerb abzuheben und mit dieser Innovation und Zusammenarbeit einen neuen Nadelstich zu setzen. 

Dazu kommt, dass hummel wirklich coole Produkte macht und sich inzwischen auch stärker in Richtung Lifestyle entwickelt hat. Dadurch ist die Marke für ein breiteres Publikum zugänglich geworden. Dementsprechend glaube ich, dass die Marke hummel eine Bekanntheit mit sich bringt, was uns natürlich auch hilft. Kunden haben jetzt die Möglichkeit, ein Premiumprodukt von Hummel auszuwählen oder mit unserer spized-Eigenmarke zu gehen.

spized-hummel
Ab jetzt gestaltest du bei spized hummel Trikots und Hosen für Fußball und Handball komplett nach deinen Vorstellungen.

„Kombination macht Zusammenarbeit so spannend“

Warum passen hummel und spized aus deiner Sicht so gut zusammen? 

Ich glaube, wir nähern uns aus zwei unterschiedlichen Richtungen an. spized ist der innovative, kleinere Anbieter, der komplett on-demand produziert: Der Auftrag kommt rein, und erst dann fangen wir an zu produzieren, direkt für den Endkunden. Das ist das Gegenteil vom klassischen Modell über Standardware, Katalogware und Distribution über Händler, wie es die etablierten Marken fahren. Das sind auf den ersten Blick zwei Gegensätze, die perfekt harmonieren. Wir können etwas anbieten, das bei hummel nicht im Kerngeschäft liegt, und gleichzeitig profitieren wir von dieser großen Traditionsmarke. Genau diese Kombination macht die Zusammenarbeit so spannend.

Individualisierung kennt keine Liga

Davon profitieren am Ende vor allem auch die Amateursportler. Sie können hummel-Trikots jetzt individuell gestalten. Etwas, das früher vielleicht eher Profi- oder größeren Vereinen vorbehalten war. Was bedeutet dir das? 

Total viel, weil ich nie verstanden habe, warum Profivereine etwas machen können, was der kleine Amateurverein nicht kann. Warum kann ein Profiverein ein individuelles Trikot bekommen, und der Amateursport muss sich mit 08/15-Standardware begnügen? Deshalb ist es cool, dass wir mit hummel jetzt eine neue Kundengruppe ansprechen, die bisher noch keinen Kontakt mit spized hatte und nun unser Geschäftsmodell kennenlernt und den Mehrwert dahinter sieht. So entsteht eine Symbiose, die uns dabei hilft, ein noch breiteres Publikum zu erreichen.

spized ist inzwischen knapp sieben Jahre am Markt. Wo soll das Unternehmen in weiteren sieben Jahren stehen? 

Mein Ziel ist, dass spized zur Instanz für individuelle Sportbekleidung wird. Auf der einen Seite wollen wir natürlich bei der Produktpalette immer breiter werden. Gleichzeitig wollen wir in unserer Nische noch besser werden: bei der Individualisierung, bei neuen Möglichkeiten durch KI und bei digitalen Features. Aber auch rund um den Verein gibt es viele Themen, bei denen wir unterstützen können, etwa bei Ehrenamt oder Sponsoring. Es gibt ganz viele Themen, die wir mit digitalen Lösungen abdecken können – und so die Vereine dabei unterstützen erfolgreicher, individueller oder glücklicher zu werden. Wir wollen dieses „Von Sportlern für Sportler“ leben und vor allem der Freund des Amateursports sein.

KI und Digitalisierung – welche Rolle spielen diese Themen bei Teamsportbekleidung? 

 Mit Sicherheit eine ganz große. Trikotdesigns lassen sich heute schon über ChatGPT, Gemini oder ähnliche Tools generieren. Das ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist, das Ganze dann auch genauso produzieren zu können, was deutlich schwieriger ist. Letztendlich wird es dazu führen, dass der Markt noch enger und kompetitiver wird. Uns eröffnet das aber natürlich Möglichkeiten, schneller und besser zu werden. Wir arbeiten im Hintergrund bereits viel mit KI.

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"Beim Design haben wir eine ständige Rotation"

Gibt es Trends, die den Markt in den kommenden Jahren verändern könnten – Design-Elemente, die zurückkommen? 

Ganz sicher. Sowohl beim Schnitt als auch beim Design haben wir eine ständige Rotation. Etwa alle zehn Jahre kommt etwas zurück. Ich erinnere mich noch an ein extrem eng geschnittenes Fußballtrikot aus der Anfangsphase, das haben wir das „Arjen-Robben-Gedächtnistrikot“ genannt. Das war ein ganz enges Fußballtrikot. Zwei Jahre später wollte das niemand mehr. Wahrscheinlich tragen wir in zehn Jahren wieder hautenge Trikots. Jetzt ist das gerade nicht en vogue, sondern vielleicht ein bisschen breiter geschnittene Trikots. Beim Design ist es ähnlich. Stefan Kretzschmar hat neulich mal eine Diskussion darüber angestoßen, warum die ganzen Handballvereine eigentlich aussehen wie Litfaßsäulen. Wenn man sich jetzt die Trikots der aktuellen Bundesligisten anschaut, sieht man schon, dass einige sehr clean und puristisch gehalten sind. Vielleicht haben sie Stefan Kretzschmar da zugehört. Vielleicht wird das jetzt auch wieder eine Strömung: dass man sagt, es wird wieder ein bisschen cleaner, mit weniger Mustern und dafür nur kleinen Akzenten. Das Schöne an spized ist: Wir können beides bedienen, wild und bunt genauso wie clean und klassisch. 

Selbst gestalten: Wer sein eigenes hummel-Trikot entwerfen will, findet die verfügbaren Modelle und den 3D-Konfigurator.

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