Über Umwege zum Radfahren
Taxer kommt aus Tirol, aus der Gegend rund um Innsbruck und kam eigentlich erst über Umwege zum Radsport. „Mein Kollege hat sich das Kreuzband gerissen. Und das Erste, was man nach einem Kreuzbandriss macht, ist aufs Rad gehen. Er hat mich da so mitgerissen, dass ich seitdem eigentlich nicht mehr aufgehört habe”, blickt der 29-Jährige zurück. Das war vor fünf Jahren. Was damals mit ein bis zwei Wochenendausfahrten begann, ist heute ein strukturiertes Leben ums Radfahren: fünf bis sechsmal pro Woche auf dem Rad, mit einem Ziel vor Augen, das für Tirolerinnen und Tiroler mit Rennradambition ein unausgesprochenes Muss ist: der Öztaler Radmarathon.
Der Öztaler Radmarathon
Der traditionsreiche Radmarathon findet jedes Jahr Ende August im Ötztal statt. Die Strecke führt über die Pässe Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch — knapp 227 Kilometer, rund 5.500 Höhenmeter, rund 4.000 Starterinnen und Starter. Die meisten davon keine Profis, sondern Menschen wie Taxer: leidenschaftliche Hobbyfahrer mit einem konkreten Ziel. „In Tirol, wenn man Rennrad fährt, ist das eigentlich ein Ziel, das man irgendwann mal fahren will", sagt er.Bereits vor zwei Jahren hatte Taxer sich schon mal für einen Startplatz beworben, leider ohne Erfolg. Dieses Jahr hat es geklappt, über Umwege. Am 30. August 2026 ist er dabei.