Road to Öztaler — Das ist Lukas Taxer

227 Kilometer. 5.500 Höhenmeter. Vier Alpenpässe. Der Öztaler Radmarathon ist für viele Radsportler ein Ziel, das man nicht einfach so anfährt. Man bereitet sich darauf vor. Lukas Taxer aus Tirol tut genau das — seit Monaten trainiert er fünf bis sechsmal die Woche. Im Gespräch mit spized erzählt er, wie er überhaupt zum Radsport kam, was ihn am 30. August auf die Strecke bringt und was ihn an der Herausforderung Öztaler reizt.

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This is Lukas Taxer

Über Umwege zum Radfahren

Taxer kommt aus Tirol, aus der Gegend rund um Innsbruck und kam eigentlich erst über Umwege zum Radsport. „Mein Kollege hat sich das Kreuzband gerissen. Und das Erste, was man nach einem Kreuzbandriss macht, ist aufs Rad gehen. Er hat mich da so mitgerissen, dass ich seitdem eigentlich nicht mehr aufgehört habe”, blickt der 29-Jährige zurück. Das war vor fünf Jahren. Was damals mit ein bis zwei Wochenendausfahrten begann, ist heute ein strukturiertes Leben ums Radfahren: fünf bis sechsmal pro Woche auf dem Rad, mit einem Ziel vor Augen, das für Tirolerinnen und Tiroler mit Rennradambition ein unausgesprochenes Muss ist: der Öztaler Radmarathon.

Der Öztaler Radmarathon

Der traditionsreiche Radmarathon findet jedes Jahr Ende August im Ötztal statt. Die Strecke führt über die Pässe Kühtai, Brenner, Jaufen und Timmelsjoch — knapp 227 Kilometer, rund 5.500 Höhenmeter, rund 4.000 Starterinnen und Starter. Die meisten davon keine Profis, sondern Menschen wie Taxer: leidenschaftliche Hobbyfahrer mit einem konkreten Ziel. „In Tirol, wenn man Rennrad fährt, ist das eigentlich ein Ziel, das man irgendwann mal fahren will", sagt er.Bereits vor zwei Jahren hatte Taxer sich schon mal für einen Startplatz beworben, leider ohne Erfolg. Dieses Jahr hat es geklappt, über Umwege. Am 30. August 2026 ist er dabei.

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Road to Öztaler: So sieht die Vorbereitung aus

Wer den Öztaler finishen will, fährt nicht einfach drauflos. Zusammen mit einem erfahrenen Kollegen, hat er einen strukturierten Trainingsplan erarbeitet. Das Prinzip: Wochenenden für lange Einheiten, Wochentage für kürzere Fahrten und Intervalle. „Am Wochenende fahre ich meine sechs bis acht Stunden. Unter der Woche kürzere Einheiten und Intervalle", sagt Taxer und fügt an, dass er dieses Pensum bis August durchziehen wolle. Nebenbei schreibt er/der Österreicher gerade seine Masterarbeit. Die letzten Wochen waren deshalb etwas anspruchsvoller als geplant, aber er liegt im Plan. Die Grundlagenausdauer hat er abgehakt, jetzt folgt die intensive Phase. Und wenn es regnet? Dann wird aus der Ausfahrt eine Rollen-Session. „Die einzige Ausnahme, wo ich keine Lust habe, Rad zu fahren, ist, wenn es wirklich schlecht Wetter ist. Dann schmeiß ich eine Doku an und fahr trotzdem auf der Rolle." Sport als Ausgleich zieht sich durch sein ganzes Leben, seit Jahren. Aus dem Fußball, vier bis fünf Mal die Woche, direkt auf den Sattel.

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Ausrüstung, auf die Taxer schwört

Wer so viel fährt, entwickelt ein klares Bild davon, was wirklich wichtig ist und was nicht. Für den Tiroler beginnt jede Ausfahrt mit demselben Check: Radcomputer montiert, Brustgurt dabei, Trikot an, Helm, Brille, Schuhe, Flickzeug, elektrische Pumpe, Jacke, Geld, zwei Wasserflaschen, Riegel und eine Packung Gummibärchen: „Meine Taschen sind immer voll." 

Drei Sets hat er mittlerweile von spized. Zwei Kurzarm-Kombinationen mit Bibshorts, eine Langarm-Variante für kühlere Tage. Auf spized gestoßen ist er über einen Umweg, der fast symptomatisch für ihn klingt: Auf einem Fußballturnier trug die gegnerische Mannschaft selbst designte Trikots. Den Hersteller hat er sich gemerkt. Als er Monate später intensiv mit dem Rennrad anfing, ging er auf die Website und entdeckte, dass es auch Radtrikots zum Gestalten gibt. 

Wer ebenfalls ein Trikot haben möchte, das nicht von der Stange kommt: Im spized Konfigurator gestaltest du dein Radtrikot selbst, mit über 700 Vorlagen als Ausgangspunkt → Zum Radtrikot-Konfigurator

Was Lukas' Packliste konkret enthält (für Tagestouren und mehrtägige Radreisen) findest du in unserem zweiten Artikel mit ihm: Packliste Fahrradtour: Das brauchst du wirklich

Einfach anfangen

Eine Sache, die ihm extrem wichtig ist und an alle weitergeben möchte, die mit dem Radsport liebäugeln, aber noch zögern: „Einfach anfangen. Auch wenn sich das Ziel viel zu groß anfühlt. Du wirst nicht bereit sein, wenn du anfängst - aber du wirst bereit sein, wenn der Tag kommt, auf den du hintrainiert hast." 


Lukas Taxer ist Hobbyradfahrer aus Tirol und bereitet sich 2026 auf den Öztaler Radmarathon vor. Du findest ihn auf Instagram unter @luketaxer.

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