Im Verein fallen Zahlungen an, das lässt sich nicht vermeiden. Sollte dafür ein eigenes Vereinskonto genutzt werden, oder lässt sich der Zahlungsverkehr auch mit einem Privatkonto erledigen? Wie sinnvoll ist ein Vereinskonto und mit welchen Kosten ist es verbunden? Wir geben dir in diesem Beitrag einen Überblick, worauf es ankommt.
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Warum ist ein Vereinskonto sinnvoll?
Ein Girokonto ist wichtig für die Buchführung und die Nachvollziehbarkeit der Vereinsfinanzen – soweit, so nachvollziehbar. Aber muss es dafür extra ein Vereinskonto sein?
- Einfache Verwaltung: Mitgliedsbeiträge, Spenden und Ausgaben lassen sich zentral und effizient abwickeln; die finanzielle Situation des Vereins ist stets im Blick.
- Sicherheit: Überwachte Transaktionen und der Zugriff mehrerer Berechtigter beugen Missbrauch vor und schützen vor Fehlverhalten.
- Professionalität: Ein offizielles Vereinskonto zeigt Seriosität und steigert das Vertrauen bei Spendern, Partnern und Banken.
- Steuerliche und rechtliche Anforderungen: Werden alle Einnahmen und Ausgaben richtig verbucht, unterstützt das Vereinskonto bei der Erstellung von Jahresabschlüssen und somit bei der Erfüllung der steuerlichen Pflichten des Vereins. Läuft der Zahlungsverkehr des Vereins hingegen über das private Konto eines Mitglieds, müssen private und vereinsbezogene Ausgaben für die Steuererklärung erst mühsam voneinander getrennt werden. Außerdem müssen dem Finanzamt neben Kontoauszügen weitere Belege vorgelegt werden, um die Angaben zu verifizieren.
Worauf muss ich beim Vereinskonto-Eröffnen achten?
- Service: Kundenservice kann sehr wertvoll und hilfreich sein – gerade wenn es um spezielle Beratung für Vereine hinsichtlich der Finanzplanung geht.
- Gebühren: Banken erheben unterschiedlich hohe Kontoführungsgebühren und Gebühren auf andere Leistungen.
- Zugangsberechtigungen: Das Vereinskonto sollte es ermöglichen, unterschiedliche Zugriffsebenen für unterschiedliche bevollmächtige Personen festzulegen.
- Online-Banking: Diese Funktion ist heute unerlässlich, flexibilisiert und vereinfacht die Buchhaltung und reduziert den zeitlichen Aufwand enorm. Sicheres und benutzerfreundliches Online-Banking sollte daher eine Priorität sein.
- Zusatzleistungen: Benötigt ihr eine Vereinskreditkarte oder bestimmte Versicherungen zusätzlich? Und wie sieht es mit dem Sparen aus? Für alle Bedürfnisse gibt es Anbieter.
Wie eröffne ich ein Vereinskonto?
Wer darf ein Vereinskonto eröffnen – und wer darauf zugreifen?
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Vereinskonto & Steuern - Worauf muss ich achten?
Auch gemeinnützige Vereine sind grundsätzlich steuerpflichtig und unterliegen der Körperschaftsteuer. Sie profitieren aber von zum Teil ermäßigten Steuersätzen oder Steuerbefreiungen. Um alle Einnahmen und Ausgaben richtig versteuern zu können, ist es zentral, den gesamten Zahlungsverkehr transparent nachweisen zu können. Auf dem Kassenwart bzw. Schatzmeister lastet hier eine besondere Verantwortung: Denn bei fehlerhaften Angaben steht die Gemeinnützigkeit des Vereins auf dem Spiel. Umso wichtiger ist es, bereits in der Buchführung in die vier Steuerbereiche zu trennen – und das geht am besten mit einem eigenen Vereinskonto.
Kurzer Steuer-Exkurs: Bei der Besteuerung von Vereinen kann zwischen vier Steuerbereichen unterschieden werden: dem Zweckbetrieb, dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, dem ideellen Bereich und der Vermögensverwaltung. Alle Einnahmen und Ausgaben eines Vereins müssen einem der vier Bereiche zugeordnet werden. Beispielsweise zählen Spenden oder Mitgliedsbeiträge zu Einnahmen im ideellen (also gemeinnützigen) Bereich und müssen in der Regel nicht versteuert werden. Ermäßigte Steuersätze, Freigrenzen und Freibeträge gibt es bei Einnahmen im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, in der Vermögensverwaltung oder im Zweckbetrieb.
Was kostet ein Vereinskonto?
Ein Vereinskonto gibt es nicht zum Nulltarif und die Anzahl der Banken, die diese spezielle Kontoart anbieten ist übersichtlich. Grundsätzlich solltet ihr euch für die Bank entscheiden, bei der die Kontoführungs- und weiteren Gebühren die Vereinskasse nicht übermäßig belasten, die aber auch zur Art des Wirtschaftens des Vereins passt.
Wer nicht auf reine Online- oder Direktbanken setzen will, wird beispielsweise bei der Sparkasse oder Volksbank vor Ort fündig – hier solltet ihr euch am besten individuell in der Filiale beraten lassen. Denn auch wenn die Kosten auf den ersten Blick oftmals nicht mit denen der Online-Banken mithalten können, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Das haben die Vereinsstrategen in einer Beispielrechnung vorgeführt, um zu zeigen, warum die lokale Bank vor Ort trotzdem eine Chance haben sollte.
Tipps & Tricks zum Kostensparen
Es lohnt sich immer, die eigenen Kosten gegen den individuellen für euren Verein sinnvollen Service und Mehrwert aufzurechnen. Weitere Tipps zum Kostensparen:
- Abteilungen mit geringem Cashflow brauchen kein eigenes Konto, sondern können einfach eine Kostenstelle bekommen. So lassen sich Kontoführungsgebühren sparen.
- Außerdem können Lastschrifteinzüge von viertel- auf halbjährlichen Einzug umgestellt oder Kontoauszüge nicht mehr per Post zugestellt werden.
- Gebühren bei der Steuererklärung angeben: der Verein kann die Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Vereinskonto stehen, steuerlich geltend machen.
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