3 Städte, 1 Team, 1 Titel: Wie die Ü35-Damen der FTG Frankfurt Deutsche Meisterinnen wurden

Die Ü35-Damen der FTG Frankfurt sind Deutsche Meisterinnen 2026. Das Team aus Frankfurt, Trier und Freiburg hat bei der Endrunde in Saarbrücken den Titel geholt – nach einer Saison, in der sie nicht nur sportlich alles gegeben haben, sondern auch gezeigt haben, wie modernes Vereinsleben funktioniert: mit Community-Power, Crowdfunding und dem unbedingten Willen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Die Ü35-Damen der FTG Frankfurt feiern den Deutschen Meistertitel 2026 in Saarbrücken.
Die Ü35-Damen der FTG Frankfurt feiern den Deutschen Meistertitel 2026 in Saarbrücken. Foto: FTG Frankfurt

Im Amateursport ist der Weg zum Erfolg selten geradlinig. Meistens ist er gepflastert mit endlosen WhatsApp-Nachrichten, Fahrgemeinschaften und der ständigen Frage: „Wer organisiert das eigentlich alles?“ 

Die Ü35-Damen der Spielgemeinschaft FTG (Frankfurt) treiben dieses Engagement auf die Spitze. Das Team besteht aus Spielerinnen aus Frankfurt, Trier und Freiburg. Trotz dieser Distanzen haben sie sich in dieser Saison den Titel des Südwestdeutschen Meisters gesichert und stehen nun vor ihrem absoluten Jahreshighlight: Der Teilnahme an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft 2026 in Saarbrücken.

Ein Team aus drei Bundesländern aufzubauen, ist im regulären Ligabetrieb kaum denkbar. Im Ü35-Bereich erlauben die Regularien jedoch spielortübergreifende Spielgemeinschaften. Für die Spielerinnen ist das die perfekte Chance, alte Verbindungen aufleben zu lassen. „Es gibt Spielerinnen, die sich schon seit der Jugend kennen und zusammen in Trier gespielt haben. Die Wege trennen sich, aber sie finden immer wieder zusammen. Was uns verbindet, ist die Leidenschaft zum Sport. Wir können so unsere sportliche Liebe zum Basketball mit gemeinsamer Quality Time verbinden“, sagt Jeanne Wilson, Spielerin des Teams, im Interview mit der spized Club Academy. 

Hinter dieser sportlichen Romantik steckt jedoch knallharte Organisationsarbeit. Trainingscamps, Testspiele und Turniere müssen minutiös geplant werden, wie Jeanne verrät: „Unser WhatsApp-Chat explodiert vor Abstimmungsterminen. Wir sind alle berufstätig, wir haben Mütter im Team. Wir stemmen das alles alleine – von den Übernachtungen über die Fahrtkosten bis hin zur Bezahlung der Schiedsrichter bei Testspielen.“

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Die finanzielle Hürde im Frauenbasketball

Wer bei einer Deutschen Meisterschaft antritt, hat sportliche Ambitionen. Nachdem das Team im vergangenen Jahr bereits die Bronzemedaille gewinnen konnte, war das Ziel für das Turnier in Saarbrücken klar definiert: Der Einzug ins Finale und der Griff nach Gold.

Doch mit dem sportlichen Erfolg steigen auch die Kosten. Ein mehrtägiges Turnier mit acht Mannschaften bedeutet nicht nur hohe Reise- und Unterbringungskosten, sondern erfordert auch die entsprechende Ausrüstung. Ein einziger Trikotsatz reicht für ein langes Turnierwochenende schlichtweg nicht aus – ein helles und ein dunkles Set sind Pflicht. 

Die Suche nach klassischen Sponsoren gestaltet sich jedoch gerade im Frauen-Amateursport oft frustrierend. Jeanne spricht im Interview ein strukturelles Problem an, das viele Vereine kennen: „Unterstützung zu finden, ist tatsächlich sehr schwer. Es gibt den Herrenbasketball und die sind einfach immer als Erste dran. Dann erst kommen die Frauen. Das Geld ist bei uns knapper, aber die Kosten für Schiedsrichter, Hallenzeiten und Regularien sind ähnlich hoch. Da haben wir gesagt: Wir nehmen es selber in die Hand.“

Per Crowdfunding zur Deutschen Meisterschaft: So hat das Team die Kosten gestemmt

Anstatt das Turnier aus eigener Tasche querzufinanzieren oder sportliche Abstriche zu machen, entschied sich das Team für einen modernen Weg: eine Crowdfunding-Kampagne über unseren Partner fairplaid. Ziel war es, die Community mit ins Boot zu holen, um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft bestmöglich vorzubereiten und die notwendige Ausstattung zu finanzieren. 

Die Resonanz auf die Kampagne übertraf schließlich alle Erwartungen: Dank mehr als 30 Unterstützerinnen und Unterstützer kamen innerhalb von nur drei Wochen 1.565 Euro zusammen. Damit wurde die ursprünglich gesetzte Zielsumme von 1.500 Euro sogar übertroffen. „Wir haben zu Beginn auf gar keinen Fall damit gerechnet, dass wir die Zielsumme erreichen – vor allem nicht in diesem knappen Zeitfenster“, sagt Jeanne und verrät, dass das Erreichen der 100 Prozent ein „echter Gänsehautmoment“ für das Team gewesen sei: „Weil wir gesehen haben, dass sich unsere ganze Arbeit wirklich gelohnt hat.“ 

Weiterer positiver Nebeneffekt: Die Kampagne entwickelte sich schnell zu einem Gemeinschaftsprojekt und schweißte die Basketballerinnen als Mannschaft noch enger zusammen. Schließlich sei die Umsetzung intensives Teamwork gewesen. Vor allem für Instagram wurde vor und nach jeder Trainingseinheit gemeinsam Content erstellt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.

FTG Frankfurt ist Deutscher Meister
Das Motto der Frankfurterinnen: One Team. Foto: FTG Frankfurt

Titel bei Deutscher Meisterschaft krönt Crowdfunding-Aktion

Mit der erfolgreichen Kampagne im Rücken fuhr die FTG bestens ausgerüstet nach Saarbrücken. „Es ist eine enorme Entlastung zu wissen, dass wir mit zwei coolen, einheitlichen Trikotsätzen zur Deutschen Meisterschaft fahren können", hatte Jeanne vor dem Turnier gesagt. 

Und genau diese Entlastung hat sich ausbezahlt: Das Team konnte sich voll auf das Sportliche konzentrieren. Am Ende stand fest, was sich die Spielerinnen seit Monaten erarbeitet hatten: Die Ü35-Damen der FTG Frankfurt sind Deutsche Meisterinnen 2026. Bei der Endrunde in Saarbrücken ließ das Team nichts anbrennen - mit drei Siegen in drei Spielen in der Vorrunde gegen MSG Baskets/BG Bonn (63:31), MSG Wasserburg (51:42) und MSG Wolfenbüttel (57:18) qualifizierte sich die FTG fürs Finale. Dort setzten sie sich die die bis dato ebenfalls ungeschlagene BG Litzendorf mit 51:46 durch. 

"Das war eine große Investition, dafür mit Gold belohnt zu werden, ist einfach herausragend. Der Titel ist einfach ein grandioser Abschluss. Diese ganze Reise war wirklich sehr emotional. Es sind auch ein paar Freudentränen geflossen", fasst Jeanne zusammen, was das Wochenende für das Team bedeutet hat. 

Und der Titel soll kein einmaliges Ausrufezeichen bleiben: „Wir bleiben als Team bestehen. Den Wanderpokal wollen wir nicht mehr abgeben."

Fazit: Was Vereine von der Kampagne der FTG Frankfurt lernen können

Die Geschichte der FTG-Damen beweist eindrucksvoll: Fehlende Budgets müssen kein Hindernis für sportliche Träume sein. Durch enormen Zusammenhalt, logistische Organisation und die clevere Nutzung von Crowdfunding hat sich das Team die bestmögliche Ausgangslage für die Deutsche Meisterschaft geschaffen. 

Für Jeanne steht vor allem eines im Vordergrund: der Mut, neue Wege zu gehen. Die Erfahrungen aus der Crowdfunding-Kampagne haben ihr gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn ein Team gemeinsam an einem Ziel arbeitet und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig verbindet sie damit eine klare Botschaft an andere Teams, die vor ähnlichen finanziellen Herausforderungen stehen. „Probiert es und seid mutig. Ihr habt am Ende nichts zu verlieren. Dieses Alles-oder-Nichts macht Crowdfunding ja gerade besonders- Man wächst einfach an seinen Aufgaben und Herausforderungen – und wir Sportlernnen sind sowieso immer für jede Challenge zu haben.“ 

Auch wir bei spized sind stolz, dieses Team auf dem Weg zum Titel begleitet zu haben – mit individuellen Trikots, die die FTG-Damen auf der großen Bühne in Saarbrücken als einheitliche, professionelle Mannschaft auftreten ließen. Der Titel macht diese Geschichte komplett.  

Hier erhaltet ihr weitere Infos, wie ihr eure neuen Trikots und Vereinsausrüstung ganz einfach über unsere Partnerschaft mit fairplaid finanzieren könnt.

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