Tour de France 2026: Alle Wertungstrikots erklärt – Gelb, Grün, Gepunktet und Weiß

Gelb, Grün, Weiß oder Weiß mit roten Punkten – die Trikots der Tour de France sind weit mehr als nur auffällige Kleidungsstücke. Jedes von ihnen steht für eine besondere Leistung und zählt zu den begehrtesten Auszeichnungen im Radsport. Doch welche Wertung verbirgt sich hinter welchem Trikot? Ein Überblick über die vier Wertungstrikots der Tour de France 2026.

Gruppe von Rennradfahrern
Jedes Trikot hat seine eigene Geschichte. Wann startest du?

Die Tour de France ist mehr als nur ein Radrennen – sie ist ein Symbol für Ausdauer, Teamarbeit und unbändigen Sportsgeist. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Erbes sind die vier unverwechselbaren Trikots, die für die verschiedenen Leistungen des legendären Radrennens stehen.

Die berühmten Leader- oder Wertungstrikots sind eine echte Radsporttradition. Das berühmteste unter ihnen ist das Gelbe Trikot, auch "Maillot Jaune" genannt. Das Trikot macht den jeweiligen Gesamtführenden für die Zuschauer deutlich erkennbar. Wir werfen einen Blick auf die ikonischen Trikots, die am Ende jeder Etappe an den Führenden der vier entsprechenden Wertungen des Rennens vergeben werden.

Im Konfigurator von spized können sich ambitionierte Hobbysportler diese absolut einzigartigen Looks für die nächste Ausfahrt auf den Leib schneidern. Ob als eigene, moderne Interpretation des großen Vorbilds oder als Geschenk für den Teamkapitän - in unserem 3D-Konfigurator habt ihr sämtliche kreativen Freiheiten, um euer Radtrikot so zu gestalten, wie ihr es euch immer erträumt habt!

Die vier Wertungstrikots der Tour de France einfach erklärt

Die Tour de France 2026 findet vom 4. bis 26. Juli 2026 statt. Insgesamt nehmen 23 Teams mit je 8 Fahrern teil, also 184 Profis. Doch nur vier von ihnen tragen bei jeder Etappe ein besonderes Trikot – die Wertungstrikots. Sie sind das sichtbarste Statussymbol des Rennens und zeigen auf einen Blick, wer in welcher Wertung führt.

Das Gelbe Trikot – Maillot Jaune

Das Gelbe Trikot ist das bekannteste Trikot im Radsport – und eines der ikonischsten Sportkleidungsstücke der Welt. Eingeführt wurde es 1919 von Tour-Gründer Henri Desgrange, der die Führenden für das Publikum am Straßenrand erkennbar machen wollte. Die gelbe Farbe war kein Zufall: Sie entsprach der Farbe des Papiers, auf dem seine Sportzeitung „L'Auto" gedruckt wurde. Am Ende der Tour wird das Gelbe Trikot an den Gesamtsieger überreicht. Es ist das ultimative Ziel jedes Klassementfahrers.

Das Grüne Trikot – Maillot Vert

Das Grüne Trikot wird seit 1953 vergeben und belohnt Sprintstärke und Konstanz. An definierten Zwischensprints und beim Etappenfinish werden Punkte vergeben – die Anzahl variiert je nach Etappentyp. Flachetappen bringen mehr Sprintpunkte als Bergetappen. Die grüne Farbe geht übrigens auf den damaligen Sponsor zurück: das französische Bekleidungsgeschäft „À la Belle Jardinière", das in seinen Werbekampagnen regelmäßig Grün verwendete. Typische Träger des Grünen Trikots sind reine Sprinter wie Mark Cavendish oder Marcel Kittel, aber auch komplette Fahrer können es über die Gesamtdistanz gewinnen. 

Das Grüne Trikot gilt als das Trikot der schnellsten Männer im Peloton.

Das Gepunktete Trikot – Maillot à Pois

Das Gepunktete Trikot – weiß mit roten Punkten – ist das Trikot des „König der Berge". Seit 1933 wird es vergeben, die heutige gepunktete Version gibt es seit 1975. Das rote Punktemuster ist eine Hommage an den französischen Radsportmeister Henri Lemoine, der in den 1920er und 30er Jahren dasselbe Muster trug. Je steiler und schwieriger ein Berg, desto mehr Punkte gibt es – und desto mehr Fahrer werden berücksichtigt: Bei einem HC-Anstieg erhalten die ersten acht Fahrer am Gipfel Punkte, bei einem Anstieg der vierten Kategorie nur der Erste. Seit den 2000er Jahren werden die Punkte an bestimmten Anstiegen zusätzlich verdoppelt, etwa am letzten Anstieg einer Etappe auf einem HC-Pass. 

Wer das Gepunktete Trikot trägt, ist der Kletterspezialist der Tour – oft ein leichter Bergfahrer, der sich über wochenlange Arbeit an den Cols in die Gesamtwertung gesprengt hat.

Das Weiße Trikot – Maillot Blanc

Das Weiße Trikot ist die Auszeichnung für das größte Talent im Feld. Eingeführt wurde es 1975, verschwand dann jedoch von 1988 bis 2000 aus dem Programm – und wurde seitdem nicht mehr abgeschafft. Es prämiert junge Fahrer, die bereits auf dem Niveau der Besten mitfahren können. Wer das Weiße Trikot trägt, hat oft das Potenzial, in den Folgejahren um das Gelbe Trikot zu kämpfen. Vingegaard, Pogačar und Evenepoel haben es alle getragen – bevor sie das Gelbe holten. 

Das Weiße Trikot ist damit so etwas wie der Ankündigungszettel für die nächste Generation der Radsport-Stars.

Bonus: Die goldene Rückennummer 

Neben den vier Wertungstrikots gibt es noch eine weitere tägliche Auszeichnung, die viele Fans nicht kennen: die goldene Rückennummer. Sie wird nach jeder Etappe durch eine Fachjury vergeben – bestehend aus Rennleitung, Sportjournalisten und ehemaligen Profis – an den kämpferischsten Fahrer des Tages. Das ist kein Punktesystem, sondern eine rein jury-basierte Entscheidung. 

Der ausgezeichnete Fahrer darf die goldene Rückennummer bei der folgenden Etappe tragen. Am Ende der Tour wird zusätzlich ein sogenannter „Super-combatif" gekürt: der kämpferischste Fahrer der gesamten Rundfahrt.

Bonus: Die Teamwertung

Neben den Einzelwertungen gibt es auch eine Mannschaftswertung. Dabei werden bei jeder Etappe die Zeiten der drei bestplatzierten Fahrer eines Teams addiert. Das Team mit der niedrigsten kumulierten Gesamtzeit führt die Teamwertung an. Bringt ein Team weniger als drei Fahrer an den Start, scheidet es automatisch aus der Wertung aus.

Aus deutscher Sicht hat das Team Telekom und sein Nachfolger T-Mobile die Mannschaftswertung insgesamt fünfmal gewonnen (1996, 1997, 2004, 2005, 2006) – eine bis heute unübertroffene Bilanz für ein deutsches Team.

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Tour de France 2026: Etappen, Favoriten, deutsche Hoffnung

Bei der Tour de France 2026 (4. bis 26. Juli 2026) warten 21 Etappen über rund 3.400 Kilometer auf die Fahrer – von flachen Sprintankünften über hügelige Übergangetappen bis zu den entscheidenden Bergankunften in den Alpen und Pyrenäen. Das Finale ist traditionell auf den Champs-Élysées in Paris geplant. Los geht es für die Fahrer in Barcelona. Damit beginnt die Tour de France zum dritten Mal überhaupt in Spanien. Eröffnet wird die Rundfahrt mit einem Mannschaftszeitfahren über knapp 20 Kilometer.

Klarer Topfavorit auf das Gelbe Trikot ist Tadej Pogačar (UAE-XRG). Der Slowene hat die Tour bereits 2020, 2021, 2024 und 2025 gewonnen und strebt seinen fünften Titel an. Sein härtester Konkurrent und Dauerrivale ist Jonas Vingegaard (Visma–Lease a Bike), die Frankreich.Rundfahrt 2022 und 2023 gewann. Allerdings muss Vingegaard bei der Tour 2026 auf seinen wichtigen Helfer Wout van Aert verzichten muss. Der Belgier laboriert an einer Ellenbogenverletzung und wird nicht rechtzeitig fit für die Frankreich-Rundfahrt. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen Remco Evenepoel (Red Bull–Bora–Hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates -XRG). 

Die größten Hoffnungen der deutschen Radsportfans ruhen auf Florian Lipowitz. Im vergangenen Jahr trug der 25-Jährige als Gesamtdritter das weißte Trikot des besten Jungprofis. Vor dem Start sieht er sich selbst noch besser als im Vorjahr, wie er gegenüber der SportBild erklärte: "Ich glaube, dass ich mich ingesamt als Fahrer weiterentwickelt habe. Zum anderen sind natürlich die Werte auch noch mal einen Tick besser geworden."

Deutsche Teams bei der Tour de France 2026 

Mit Red Bull–Bora–Hansgrohe startet das einzige deutsche WorldTour-Team. Das frühere Bora-Hansgrohe fuhr seit seiner Gründung 2010 in grün – ein unverwechselbares Markenzeichen. Mit dem Einstieg von Red Bull als Hauptsponsor zur Saison 2024 kam ein kompletter Relaunch: Das neue Teamtrikot ist in tiefem Dunkelblau gehalten, mit gezielten Farbakzenten in Rot und Weiß. 

Inspiration für dein eigenes Radtrikot

Die Tour de France zeigt, welches Prestige ein Trikot haben kann: Es steht nicht nur für ein Team oder einen Sponsor, sondern für Erfolge, Geschichte und Identität. Die berühmten Wertungstrikots sind für viele Fahrer Auszeichnungen von besonderem Rang.

Im spized 3D-Konfigurator kannst du dir dein Team-Radtrikot komplett frei gestalten – inklusive Vereinslogo, Startnummern, eigenem Schriftzug und Farbverläufen. Alles ohne Aufpreis. Ob du dich am Gelben Trikot orientiert, ein völlig eigenes Konzept entwickelst oder euer Vereinsdesign auf das Rad bringst: Es liegt an dir. Hol deinem Team und dir ein Stück Tour-de-France-Gefühl mit auf eure nächste Ausfahrt!

FAQ

Die gelbe Farbe geht auf die Zeitung „L'Auto" zurück, die auf gelbem Papier gedruckt wurde. Ihr Herausgeber Henri Desgrange führte das Trikot 1919 ein, damit Zuschauer am Streckenrand den Führenden erkennen konnten.

Ja, theoretisch. Wenn ein Fahrer zum Beispiel das Gelbe und das Grüne Trikot verdient hat, trägt er das Gelbe – das höherwertige. Ein anderes Trikot bekommt dann der nächste in der jeweiligen Wertung. Dafür gibt es eine Rangfolge der Wertungstrikots bei der Tour de France: 

  • Gelbes Trikot (Gesamtwertung)
  • Grünes Trikot (Punktewertung)
  • Gepunktetes Trikot (Bergwertung)
  • Weißes Trikot (Nachwuchswertung)
Kurz gesagt: Mehrere Wertungen gleichzeitig führen: ja. Mehrere Trikots gleichzeitig tragen: nein.
Wenn der Träger eines Wertungstrikots die Tour de France aufgibt (z. B. wegen eines Sturzes, einer Krankheit oder weil er das Zeitlimit überschreitet), verliert er automatisch alle seine Wertungen. Das Trikot geht dann an den jeweils nächstplatzierten Fahrer der entsprechenden Wertung.  Der neue Führende erhält das Trikot in der Regel nach Abschluss der Etappe bzw. bei der Siegerehrung und trägt es auf der nächsten Etappe.

Die erste Ausgabe fand 1903 statt. Die Tour ist damit eine der ältesten noch ausgetragenen Sportveranstaltungen der Welt.
Ja – mit dem spized Konfigurator kannst du Farben, Muster und Details frei kombinieren. Du kannst dich an den Wertungstrikots orientieren oder dein komplett eigenes Design entwickeln. Hier geht's direkt zum Konfigurator.

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