Handball: Gelbe, Rote & Blaue Karte und Zeitstrafe erklärt

Im Handball gibt es viele Möglichkeiten, wie die Schiedsrichter einen Spieler für ein Vergehen bestrafen können. Welche Strafen und Karten es alles gibt, erfahrt ihr hier.

Gelbe Karte

Die Gelbe Karte dient als Verwarnung. Sie wird bei leichten Vergehen und Fouls, wie Sperren, Klammern, Ziehen am Trikot, Meckern oder Wechselfehler gezückt werden. Insgesamt gibt es pro Mannschaft drei gelbe Karten, wobei ein Spieler jeweils nur einmal verwarnt werden darf. Eine weitere Gelbe Karte kann lediglich die Bank erhalten, also Trainer oder Offizielle. Ist das Kontingent ausgeschöpft, verteilen die Schiedsrichter für jedes weitere gelbwürdige Vergehen eine Zwei-Minuten-Strafe. Heißt: Der Übeltäter muss zwei Minuten lang auf der Bank schmoren und sein Team in Unterzahl spielen.

Zeitstrafe 

Die Zwei-Minuten-Strafe ist die häufigste Sanktion im Handball. Sie trifft einen Spieler direkt – ohne vorherige Verwarnung – wenn sein Vergehen als besonders grob eingestuft wird: etwa bei gezieltem Foulspiel, das deutlich über ein normales Körperspiel hinausgeht, oder bei wiederholtem Fehlverhalten innerhalb eines Spiels.

Für die Dauer von zwei Minuten muss der bestrafte Spieler die Spielfläche verlassen. Seine Mannschaft spielt in dieser Zeit in Unterzahl – ein Ersatzspieler darf erst nach Ablauf der Strafzeit eingewechselt werden. Erhält ein Spieler im Laufe des Spiels insgesamt drei Zwei-Minuten-Strafen, folgt automatisch die Rote Karte.

Auch Trainer und Offizielle auf der Bank sind nicht vor einer Zeitstrafe geschützt. Trifft sie eine solche, wird als Konsequenz ein Feldspieler vom Feld geschickt – das Team trägt also die Strafe stellvertretend.

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Rote Karte 


Eine Rote Karte zücken die Unparteiischen bei groben Fouls, die die Gesundheit gefährden. Dazu gehören Aktionen gegen den Kopf oder das Schubsen des Gegners im Sprung, sodass dieser die Kontrolle verliert. Zudem wird sehr unsportliches Verhalten mit einer Disqualifikation bestraft. Doch nicht nur für harte Regelverstöße sehen die Spieler die Rote Karte. Bekommt ein Akteur seine dritte Zwei-Minuten-Strafe, muss er ebenfalls vorzeitig duschen gehen. Hinzu kommt, dass die betroffene Mannschaft zwei Minuten in Unterzahl weiterspielen muss. Anschließend darf ein Mitspieler den Platz des Rotsünders einnehmen.

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Blaue Karte  

Anders als beispielsweise beim Fußball ist beim Handball die rote Karte nicht die schärfste Strafe. Seit 2016 gibt es zusätzlich noch die blaue Karte. Sie kann in besonders schweren Fällen zusätzlich nach einer roten Karte gezeigt werden. Mit der blauen Karte signalisiert der Schiedsrichter allen (Publikum und Teams), dass es zusätzlich zur Disqualifikation einen Bericht gibt und ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird. Meist wird eine Spielsperre sowie eine Geldstrafe verhängt.

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