Padel hat ein breites Schlagrepertoire: Vorhand, Rückhand, Volley, Smash, Bandeja, Lob, Vibora. Als Einsteiger solltest du dich allerdings erstmal auf Vorhand, Rückhand und den Grundvolley konzentrieren. Der Rest kommt mit der Zeit von selbst, wenn die Spielerfahrung wächst.
Wichtiger als die Schlagauswahl ist ohnehin die Haltung dahinter: Padel ist ein Kontrollsport, kein Powersport. Das klingt banal, ist es aber nicht, weil fast jeder Einsteiger beim ersten Mal mehr Kraft einsetzt als nötig und sich damit genau das nimmt, was Padel ausmacht: Geduld und Kontrolle.
Lindmeyer erklärt: „Der häufigste Fehler ist, dass Anfänger versuchen, zu schnell und zu hart zu spielen. Padel ist aber ein Fehlersport. Gerade am Anfang sollte das Ziel sein, den Ball möglichst oft ins Feld zu bringen, die Rally am Leben zu halten und dem Gegner die Chance zu geben, Fehler zu machen.“ Daher gilt: Halte den Schläger locker, nicht verkrampft. Spiel den Ball mit Kontrolle über das Netz.
Das deckt sich mit dem, was auch Steible vom DPV als zwei der häufigsten taktischen Anfängerfehler benennt: „Zu hart schlagen, anstatt kontrolliert und taktisch zu spielen“ und „Zu lange an der Grundlinie bleiben, statt aktiv ans Netz vorzurücken. Hintergrund: Im Padel werden die meisten Punkte von der Netzposition aus gewonnen, weil man dort Winkel kontrollieren und Druck aufbauen kann. Wer dauerhaft hinten bleibt, spielt defensiv, egal wie hart er schlägt.