Vier Werte und ein Auftrag, der über den Sport hinausgeht
Die Donau Volleys Regensburg tragen vier Werte offen vor sich her: bunt, gemeinsam, sozial, Vorbild. Dahinter steht ein ausgesprochen pädagogischer Anspruch. Der Verein aus der Oberpfalz versteht sich nicht nur als Wettkampfstruktur, sondern gibt sich selbst den sozialen Auftrag, Kindern und Jugendlichen einen Platz zu geben, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung.
2020 gründeten zehn Enthusiasten mitten in der Pandemie die Donau Volleys. Der Weg von dort zum größten Volleyballverein der Stadt war auch handfeste Vereinsarbeit: Im Oktober 2021 nutzten die Donau Volleys die Chance, das Spielrecht des TSV Deggendorf für die 3. Liga Ost zu übernehmen, wirksam ab der Saison 2022/23 — fast die komplette Mannschaft wechselte mit nach Regensburg. Dass die männliche U12 nur vier Jahre später bayerischer Vizemeister wurde und ein Jahr später fast alle Jugendteams für die bayerischen Meisterschaften qualifiziert waren, zeigt, dass aus dem Anspruch inzwischen nicht nur im Erwachsenenbereich auch sportliche Substanz geworden ist. Das erklärte Ziel: Regensburg und die Oberpfalz zu einem echten Stützpunkt für Volleyball in Bayern machen. In einer Stadt, in der der reguläre Ligabetrieb jahrelang stagnierte und nur eine Mixed-Liga Bestand hatte.
Wie sehr das im Alltag trägt, zeigt eine Geschichte, die Fernando Acosta (Vorstands- und Gründungsmitglied) selbst erzählt: 2021 baute der Verein seine erste eigene Jugendmannschaft auf. Einer der Spieler von damals stand fünf Jahre später, in der vergangenen Saison, erstmals als Mitspieler neben ihm auf dem Feld. „Da habe ich mich so stolz gefühlt", sagt Acosta, „weil er sich nicht nur sportlich entwickelt hat, sondern auch geschafft hat, Gemeinschaft im Verein zu finden." Der Verein wächst inzwischen so schnell, dass die Mannschaftskader fast durchgehend bis zum letzten verfügbaren Platz besetzt sind. Ein Problem, das sich laut Acosta aber gut aushalten lässt.